Bad Griesbach. Auch dieses Jahr fand wieder der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten stehende Vorlesewettbewerb an der Drei-Quellen-Realschule statt und talentierte Leserinnen und Leser der sechsten Klasse durften ihr Können vor den Mitschülerinnen und Mitschülern sowie einer strengen Jury unter Beweis stellen. Der Vorlesewettbewerb feiert heuer 65jähriges Jubiläum, denn er wird seit 1959 jedes Jahr von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet und hat sich zum Ziel gesetzt, all denjenigen, die gerne (vor)lesen und Freude an Literatur haben, eine Bühne zum Glänzen zu bieten.
Nachdem im Klassenverband aller sechsten Klassen vorausgehend bereits jeweils zwei Klassensieger ermittelt worden waren, durften diese nun gegeneinander antreten, indem sie zwei nicht ganz einfache Aufgaben bewältigen mussten: Als Erstes sollten sie einen selbst gewählten Lesetext aus einem von ihnen ausgesuchten Buch so abwechslungsreich wie möglich vortragen und anschließend einen unbekannten Text ohne Vorbereitung oder Einlesezeit vorlesen.
Um das Eis am Anfang zu brechen und den aufgeregten Kandidaten den Einstieg zu erleichtern, hatte Vorjahressiegerin Eva Matthei einen Abschnitt aus „Das Geheimnis von Darkmoor Hall“ von Nina Scheweling vorbereitet und gab diesen zum Besten, bevor der eigentliche Wettbewerb begann.
Die Sechstklässler erfreuten ihre Klassenkameraden dann mit liebevoll ausgewählten und gut eingeübten Textausschnitten ihrer Lieblingsbücher. Aufregende Zeiten „Nachts in der Schule“ aus der Reihe „Die drei ??? Kids“ gab es ebenso zu hören wie Magisches aus „Harry Potter und die Heiligtümer der Todes“ von Joanne K. Rowling und „Liane und das Land der Geschichten“ von Elif Shafak. Humorvoll ging es zu bei „Prinzessin undercover Geheimnisse“ von Connie Glynn oder Gregs Tagebuch 15 „Halt mal die Luft an“ von Jeff Kinney und dann rettete auch noch Koku, die Hauptperson aus Christine Nöstlingers „Nagle einen Pudding an die Wand“ die Umwelt. Alle Vorlesenden gaben ihr Bestes und vermochten das Publikum für ihre vorgetragenen Passagen zu begeistern. Die Jury setzte sich in diesem Jahr aus Elternbeirätin Helena Schmidt, Schülersprecherin Shana Blau, Silvia Eichinger von der Erweiterten Schulleitung und Deutschlehrerin Christine Wimmer zusammen, die den Vorträgen mit Interesse lauschten.
Das Rennen machte schließlich Anna Dobler, aber es war eine enge Entscheidung, wie die Jury im Anschluss mitteilte. Silvia Eichinger gratulierte am Ende allen Teilnehmern, sich dem Wettkampf so mutig gestellt zu haben, und animierte sie, weiterhin dem Lesen treu zu bleiben.
