Nachdem sich die Kombination im letzten Jahr sehr bewährt hatte, war auch dieses Jahr der Elternsprechtag an der Drei-Quellen-Realschule mit einem stimmungsvollen Adventsmarkt verknüpft worden.
So hatte die gesamte Schulfamilie die Möglichkeit, sich an den verschiedensten Ständen zu verköstigen, dem weihnachtlichen Chor zu lauschen oder kunstvoll Gebasteltes als Geschenk zu erwerben. Die Aula war stets gefüllt mit plaudernden und schlendernden Besuchern, die froh waren, die Lücken zwischen den einzelnen Lehrer-Gesprächsterminen auf diese Weise füllen zu können und die vielen anwesenden Schüler bereicherten den Nachmittag/Abend mit fröhlichem Lachen, musikalischen Aufführungen und Freude am Verkauf an den einzelnen Ständen. Von einer nüchternen, problemorientierten Stimmung war auf diese Weise nichts zu spüren und das ein oder andere ernste Gespräch konnte bei Kaffee und Kuchen, Gemüsesuppe etc. schnell “verdaut werden”. Auch dieses Jahr war der Elternbeirat wieder fleißig am Punschausschenken, Waffelnbacken, Leberkässchneiden und gelegentlich sah man auch das ein oder andere Elternbeiratsmitglied selbst einen Besprechungstermin wahrnehmen. In der Aula erwarteten die Besucher zudem viele liebevoll geschmückte „Marktstände“, an denen von weihnachtlichen Leckereien, Fairtrade-Produkten über Christbaumschmuck und Basteleien jeder Art ein buntes Allerlei für jedermann geboten war. Ein Highlight stellte auch die Tombola der Klasse 9b dar, bei der es zahlreiche tolle Preise zu gewinnen gab. Für weihnachtliche Stimmung sorgten Chor und Band zusammen mit den Musiklehrerinnen Birgit Weidner-Kaltenmarkner und Marie Prietsch, die immer wieder mit einem abwechslungsreichen Programm aus festlichen und fetzigen Liedern erfreuten. Ohne die tatkräftige Hilfe und Mitorganisation von Elternbeirat und SMV wäre das alles freilich nicht zu bewerkstelligen gewesen, da viele Lehrer ja vorrangig Elterngespräche führten. Weil aber auch diese gelegentlich eine Pause brauchten und dann bei Organisation und Verkauf mithalfen und sich sehr viele engagierte Schüler zur Mithilfe bereit erklärt hatten, war ein reibungsloser Ablauf gewährleistet. “Meine Mama ist grad bei meiner Deutschlehrerin drin”, meinte Tobi verschmitzt, “ich hab schon mal einen Schokomuffin für sie besorgt”, dann lachte er und man merkte ihm an, dass diese Art der charmanten Besänftigung auf alle Fälle funktioniert. Die Besucher verweilten sicher länger als bei einem reinen Elternsprechtag, genossen die Zeit sichtlich, tauschten sich aus und deckten sich mit Weihnachtsbasteleien ein. “Alles irgendwie sehr entspannt und ich genieße grad die weihnachtliche Stimmung hier in der Aula sehr”, resümierte eine Mutter zufrieden, “und meine kleine Tochter hat genug zu entdecken, während ich bei den Lehrergesprächen bin”. Hat sich also auf alle Fälle bewährt, das Konzept, findet Schulleiterin Sabine Mayerhofer: “Freilich ist auch ein Vorteil, dass weder Eltern noch Lehrer einen zusätzlichen Termin in der eh schon stressigen Vorweihnachtszeit wahrnehmen müssen, aber das ist nur ein angenehmer Nebeneffekt. Eigentlich ist der größte Vorteil, dass wir auf diese Weise vom reinen Eltern-Lehrer-Problemgespräch wegkommen und negative Erfahrungen immer wieder durch positive Momente abgefedert werden. Das tut beiden Seiten gut.” Und wenn man die entspannt ratschende Schulfamilie in der Aula am Abend so beobachtet hat, dann kann man auf jeden Fall zustimmen.